Büchereien bleiben offen

Büchereien bleiben offen“ hört sich sehr unspektakulär an, aber für alle, ob Leser oder Mitarbeiter hat sich doch einiges verändert.

Die Leser kommen nicht mehr so zahlreich in die Bücherei.

Viele nutzen das OPAC-Angebot und bestellen oder verlängern die Medien online. Deshalb gibt es vor der Bücherei selten Wartezeiten. Die Leser halten sich vorbildlich an die Hygienevorschriften.

Alle zurückgebrachten Medien kommen für zwei Tage in Quarantäne, werden gereinigt, ausgebucht und dann erst wieder ins Regal gestellt. Jeder, der an die Bücherregale möchte, desinfiziert zuerst seine Hände.

Trotz der geringen Besucherzahl sind die Ausleihzahlen monatlich gleichbleibend wie im Vorjahr. Die Jahresausleihzahl wird aber geringer ausfallen, weil im April die Bücherei geschlossen war.

Warum sind die Ausleihzahlen gleichbleibend? Es werden auf Grund der Angst vor einem verschärften Lockdown mehr Medien (bis zu 50) mitgenommen. Besonders für die Kinder nehmen die Eltern Bilderbücher und Kinder-Hörbücher mit. Sie wollen nicht, dass sich ihre Kinder nur noch digital beschäftigen. Bücher sind da eine hilfreiche Alternative und der Weg zur Bücherei ist eine angenehme Abwechslung.

Über Online ist es uns möglich in der Coronazeit den Medienbestand aktuell zu halten. Neuerscheinungen und gute Buchvorschläge werden auch weiterhin bestellt. Das Arbeitsvolumen ist gleich geblieben.

Ein großes Dankeschön geht an die Mitarbeiter! Sie arbeiten ehrenamtlich und können deshalb frei entscheiden, ob sie Dienststunden übernehmen. Trotz des Risikos einer Ansteckung waren bis jetzt an den Öffnungszeiten, 10 Stunden in der Woche, immer 2 Mitarbeiter anwesend.

Was uns fehlt? „Treffpunkt Bücherei“ ist zurzeit nicht möglich. Es reicht manchmal gerade für ein kurzes Gespräch. Auch die literarische Beratung der Leser kommt zu kurz.

Uns fehlen die Arbeitskreistreffen, Sitzungen und der persönliche Austausch. Videokonferenzen können das nicht ersetzen. Auch, wenn die Digitalisierung vorangetrieben wird, bleibt der Kontakt von Mensch zu Mensch ein elementares Bedürfnis.

Wir hoffen, dass sich bald wieder alles normalisiert und
wünschen eine gesegnete Weihnachtszeit.

Barbara Stutzmann und das Büchereiteam

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